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erinnerungsfoto.de - Fotografieren von Bewegung

Foto-Schule

Fotografieren von Bewegung

Lernen Sie wichtige Techniken und die richtige Vorbereitung kennen, sodass Ihre Fotos die Bewegung perfekt erfassen.

Mit freundlicher Genehmigung von


Lernprogramm: Bilder mit Dynamik

Die Welt ist voller Bewegung. Wie kann sie optimal im Bild festgehalten werden? Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder arbeiten Sie mit gezielter Unschärfe, die den Eindruck von Bewegung vermittelt, oder Sie frieren die Bewegung ein und halten nur einen ganz bestimmten Moment innerhalb des Bewegungsablaufs fest.

Für gute, dynamische Bilder sollten Sie ein Verständnis für die Funktionen Ihrer Kamera haben, müssen Sie die richtige Technik beherrschen und Sie brauchen etwas Erfahrung. In diesem Lernprogramm werden folgende Themen abgedeckt:

• Belichtungszeit
• Die Bedeutung von Blende und ISO-Empfindlichkeit
• Kameraschwenks
• Sportfotografie
• Bildstabilisator
• Experimentieren und Entdecken

Belichtungszeit
Bei der Aufnahme von sich bewegenden Motiven ist es wichtig, die Bedeutung der Belichtungszeit während der Aufnahme korrekt einzuschätzen.

Wenn sich das Motiv nicht bewegt und sich die Kamera auf einem Stativ befindet, ist eine längere Belichtungszeit unkritisch. Ob 1 Sekunde oder 1/1.000 Sekunde – die Ergebnisse ähneln sich, was die Bildschärfe betrifft.

Stellen Sie sich im Gegensatz dazu einen Hund vor, der mit einer Geschwindigkeit von 16 km/h an Ihnen vorbei läuft. In 1 Sekunde legt er beinahe 5 m zurück. Mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde wird der Hund keinesfalls scharf abgebildet.

Dennoch kann eine längere Belichtungszeit ein sehr effektives Mittel sein, um dem Bild Dynamik zu verleihen. Eine Belichtungszeit von 1 Sekunde ist hier vielleicht etwas übertrieben, doch eine Belichtungszeit von etwa 1/15 Sekunde ist durchaus einen Versuch wert (der Hund bewegt sich dabei etwa 30 cm). Wenn Sie hingegen möchten, dass der Hund scharf dargestellt wird, können Sie eine Verschlusszeit von 1/1.000 Sekunde ausprobieren. In diesem kurzen Moment legt der Hund nicht einmal 0,5 cm zurück.

Die Bedeutung von Blende und ISO-Empfindlichkeit
Bei einer kurzen Verschlusszeit gelangt wenig Licht zum digitalen Sensor der Kamera, das Bild wird unterbelichtet. Um dennoch mit einer kurzen Verschlusszeit arbeiten zu können, ist eine größere Objektivöffnung und/oder eine höhere ISO-Empfindlichkeit erforderlich.
Bei einem Objektiv mit großer Öffnung (niedriger Blendenwert) kann eine kürzere Verschlusszeit gewählt werden, ohne Gefahr einer Überbelichtung. Viele Festbrennweiten-Objektive aus dem Canon EOS-System haben eine Anfangsöffnung von 1:2,8 oder eine noch bessere Lichtstärke und sind deshalb unter Sportfotografen sehr beliebt. Erfahren Sie mehr über die Objektive von Canon auf der Canon Objektiv-Seite.

Wenn Sie kein lichtstarkes Objektiv zur Verfügung haben, kann ein höherer ISO-Wert gewählt werden, wobei die Lichtempfindlichkeit des Sensors auf digitalem Weg erhöht wird. Nachteilig kann sich jedoch hierbei ein erhöhtes Bildrauschen auswirken, mit unerwünschten Farbflecken im Bild. Die aktuellen Canon Kompaktkameras sind deswegen mit dem HS System ausgestattet, welches das Bildrauschen um bis zu 60 % reduzieren kann. Erfahren Sie mehr über das HS System.

Kameraschwenks
Auch bei relativ langer Verschlusszeit kann ein sich bewegendes Motivs scharf abgebildet werden. Dazu wird die Kamera „geschwenkt": Sie wird so bewegt, dass sich die Position des Motivs im Bild während der Belichtung nicht verändert. Dies funktioniert am besten bei sich weitgehend konstant bewegenden Motiven – etwa ein vorbei fliegender Vogel oder ein vorbei fahrendes Auto.

Bei einer guten Schwenkaufnahme ist das Motiv scharf, der Hintergrund jedoch verwischt abgebildet.
Einige Motive können sowohl scharfe, als auch verwischte Bildbereiche haben.

Beispielsweise wird der Körper eines fliegenden Vogels scharf abgebildet, die schlagenden Flügel sind verschwommen, weil sie sich im rechten Winkel zur Kamerabewegung nach oben und unten bewegen. Es ist wichtig, dass Sie beim Schwenken die richtige Position finden. Das Motiv sollte sich während der gesamten Aufnahme in gleicher Entfernung von Ihnen befinden.

Gute Schwenkaufnahmen erfordern viel Übung. Es kann hilfreich sein, nach dem Druck auf den Auslöser noch weiter zu schwenken, damit eine fließende Bewegung gewährleistet ist.

Sportfotografie
Beim Sport gibt es in der Regel sehr viel Bewegung und Action.
Laufwettbewerbe lassen sich gut vom Bewegungsablauf einschätzen, weil die Richtung der Läufer bekannt ist. Wenn Sie sich im rechten Winkel zur Laufstrecke positionieren, nehmen Sie auf den Effekt der Unschärfe beim Schwenken der Kamera gezielt Einfluss. Wenn Sie dicht an der Strecke stehen und die Läufer sich auf Sie zu bewegen, können Sie auch eine längere Verschlusszeit wählen.

Fußball, Rugby und andere Mannschaftssportarten sind schwieriger einzufangen, da sich die Laufrichtung der Spieler schwer vorhersagen lässt, innerhalb von Sekunden ändern sich die Positionen der Akteure.

Verwenden Sie eine kurze Verschlusszeit bei Nahaufnahmen, weil sich dynamische Motive aus kurzer Distanz relativ schnell bewegen.

Sie müssen kein Sportwissenschaftler sein, um gute Sportaufnahmen zu machen. Besuchen Sie einfach Spiele in Ihrer Nähe, bei denen die Zuschauer an der Seitenlinie stehen und die Spieler anfeuern. Von hier aus haben Sie die beste Perspektive und können das Geschehen optimal verfolgen.

Bildstabilisator
Der Bildstabilisator ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie mit einer längeren Brennweite fotografieren, weil die Auswirkungen von Kameraverwacklungen speziell dann besonders störend sind.

Canon verwendet beim optischen Bildstabilisator (Image Stabilizer, IS) ein „frei bewegliches" Element im Objektiv.
Gyrosensoren erkennen die Kamerabewegung, die dann von einem Prozessor analysiert wird. Entsprechende Korrekturanweisungen an den Stabilisator sorgen dann dafür, dass es sich nach oben bzw. unten oder von einer Seite zur anderen bewegt.

Dadurch bleibt das Motiv stets an derselben Position, auch wenn sich die Kamera bewegt. Das System ist recht leistungsstark und kann sogar Bewegungen kompensieren, die typischerweise bei Aufnahmen aus dem fahrenden Auto entstehen.

Experimentieren und Entdecken

Viele Fotografen können sich für dynamische Bilder begeistern, ob es nun spielende Kinder, lokale Sportveranstaltungen oder belebte Straßenszenen während des Urlaubs sind. Natürlich ist es möglich, die korrekte Verschlusszeit zu berechnen, um Bewegungen „einzufrieren“. Hierzu werden die ungefähre Geschwindigkeit der Bewegung, die Bewegungsrichtung in Bezug auf die Kamera, die Entfernung von der Kamera und die Brennweite des Objektivs berücksichtigt.
Doch bis Sie dies alles kalkuliert haben, ist das Motiv bereits außer Sicht.
Viel besser ist es, mehrere Bilder (idealerweise unter Verwendung verschiedener Belichtungseinstellungen) zu machen und die Ergebnisse später in Ruhe zu vergleichen.

In den Daten der Bilder werden die Belichtungszeit und viele weitere wichtige Parameter zu der Aufnahme abgespeichert, und die meisten Bildbearbeitungsprogramme können diese Informationen auslesen und anzeigen. Lernen Sie einfach aus Ihrer Erfahrung, sodass Ihnen die richtigen Aufnahmeparameter irgendwann ganz automatisch von der Hand gehen.

Galerie aufrufen
Wir sind ständig von Objekten und Personen in Bewegung umgeben, die sich großartig als Motive für herausragende Fotos eignen. Beachten Sie die Tipps in diesem Lernprogramm, machen Sie ein paar tolle Bilder, und stellen Sie Ihre Lieblingsfotos in die Galerie ein. Nächsten Monat könnte Ihr Foto als eines der schönsten ausgestellt werden!

Mit freundlicher Genehmigung von


Dieses Lernprogramm von Canon steht auch als Download im PDF-Format kostenlos zur Verfügung.
Sie finden sie im Downloadbereich.

Wenn Ihnen meine kostenlos angebotenen Fotokurse und -übersichten gefallen und sogar weitergeholfen haben,
freue ich mich über einen kleinen Eintrag in meinem Gästebuch von Ihnen.

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