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erinnerungsfoto.de - Kaufberatung Objektiv

Kamera-Kauf

Objektiv
Warum Sie Ihre Kaufentscheidung vom Objektiv abhängig machen sollten und woran Sie ein gutes Objektiv erkennen können.

Stellen Sie sich ein Fußballstadion vor, das nur einen Eingang hat.
Genauso verhält sich ein Objektiv, durch das das Licht zum Kamerachip muss.
Je klarer und breiter dieser Eingang ist, umso qualitativ besser werden in aller Regel die Fotos.

Was nützt Ihnen z.B. ein Handy mit gigantischen 6 Megapixeln, wenn das Licht durch eine stecknadelkopfgroße Plastikscheibe muss?
Ein solches Foto wird in aller Regel qualitativer Müll sein.

Vergleichen Sie zum Spaß einmal ein Handy-Foto, das Sie in voller Größe auf Ihren PC geladen haben mit einigen Fotos aus aus meinen Galerien und Sie werden wissen, was ich meine.
Einige Fotos in meinen Galerien haben gerade mal 0,8 Megapixel, wurden aber mit einem Top-Objektiv geschossen.
Einige meiner Fotos haben gerade mal 2 Megapixel und selbst diese konnte ich zu einer Größe im Format A2 (ca. 60 x 80 cm) aufziehen und mit Sicherheit haben diese immer noch eine bessere Bildqualität, als ein z.B. ein Handyfoto von 6 Megapixeln im Foramt A4 (ca. 20 x 30 cm).
Das Geheimnis liegt schlicht und ergreifend am Objektiv.

Woran erkennt man nun ein "gutes" Objektiv?

Grundsätzlich müssen die Linsen aus Glas sein und dieses sollte vergütet sein - Plastik verkratzt und verzerrt.
Vergütung bedeutet, dass die Oberfläche speziell beschichtet ist, um z.B. UV-Strahlung zu filtern, die dem Foto einen Blaustich verleihen können und auch resistenter gegen Verschmutzung und Kratzer sind.
Sie erkennen eine Vergütung durch schräges Ansehen der vorderen Linse. Schimmert diese im Licht leicht violett, ist sie vergütet. Schimmert sie dagegen eher grünlich oder neutral, ist sie nicht vergütet.

Weiterhin sollte das Objektiv schon einen gewissen Durchmesser haben, da schließlich das Licht und somit auch Ihr Motiv da durch soll, um als Foto auf dem Chip gespeichert zu werden.
Pauschal lässt sich zwar nicht sagen, je größer der Durchmesser, desto besser das Objektiv, aber es spricht vieles für einen größeren Durchmesser, wie Sie gleich erfahren werden.
Auf jeden Fall sollten Sie ein Augenmerk auf die im Objektiv eingedruckten Werte haben.
Insbesondere Zahlenkombinationen wie "1 : 3.5 - 5.6" geben Aufschluss über die Lichtstärke und somit auch zu einem großen Teil die Qualität eines Objektives.

Je kleiner die Zahlen nach der "1" sind, desto lichtstärker und besser ist das Objektiv.
Die Zahlen nach der "1" geben an, wieviel Licht das Objektiv "schluckt".
Genau genommen geben diese Zahlen an, wie weit sich die Blende im Objektiv öffnen lässt - je niedriger die Zahl, desto weiter lässt sich die Blende öffnen.
Die erste Zahl nach der "1" steht für die Blendenöffnung im Weitwinkelbereich (Nähe/Nahaufnahmen), die zweite Zahl nach der "1" für die Blendenöffnung im Telebereich (Ferne/Fernaufnahmen). Ist nur eine Zahl nach der "1" genannt, wie z.B. "1 : 2.8", kann das Objektiv im Weitwinkel- und Telebereich diese Blende halten. Ein Indikator für ein besonders gutes Objektiv ist dieser Umstand, wenn eine niedrige Blendenzahl gleichbleibend über den gesamten Zoombereich des Objektives zur Verfügung steht.

Die Blende ist vergleichbar mit der menschlichen Pupille im Auge. Wenn es dunkel wird, weitet sich die Pupille, um mehr Licht an die Netzhaut zu lassen. Je weiter die Pupille sich öffnet, umso besser können wir im Dunkeln sehen.
Nichts anderes macht die Blende im Objektiv - sie regelt den Lichteinfall und damit auch die Bildqualität.
Höhere Zahlen bedeuten im Umkehrschluss, dass viel Licht auf dem Weg durch das Objektiv verloren geht.
Jetzt wird auch klar, warum der Durchmesser des Objektives recht groß sein soll, denn wenn die Blende schließt, verkleinert sich der tatsächliche Durchmesser für den Lichteinfall noch einmal beträchtlich.

Es gibt Objektive, die Traumwerte von "1 : 1,0" haben. Es geht bei einem solchen Objektiv kein Licht verloren - der Haken, solche Objektive haben ca. 80 mm Durchmesser und es gibt sie in aller Regel nur für Spiegelreflex-Kameras und kosten um die 2.000 Euro (ohne Kamera versteht sich).

Ein guter Kompromiss zwischen Kosten und Qualität sind Objektive, die Werte bis maximal "1 : x.x - 4.0" haben, wie z.B. "1 : 2.8 - 3.5" bei einem Durchmesser von 50 mm in etwa.
Klar, sie sind wesentlich teurer als Objektive mit Werten von "1 : 3.5 - 5.6", aber guuuut und die Bildqualität wird Sie begeistern.
Verzichten Sie getrost auf ein paar Megapixel ( s. vorangegangenen Artikel) und investieren Sie stattdessen die Ersparnis in ein Kameramodell mit besserer Optik.

Ein weiterer Vorteil von niedrigen Blendenwerten ist die Möglichkeit, mit weit geöffneter Blende tolle Portraitaufnahmen machen zu können, die das Gesicht scharf zeigen, aber den Hintergrund verschwimmen lassen.
So etwas gelingt Ihnen auch, wenn Sie eine Kamera mit entsprechendem Objektiv gekauft haben.
Alles rund ums Thema Blende finden Sie übrigens in der Foto-Schule im Kapitel Blende.


Diese Übersicht steht auch als Download im PDF-Format kostenlos zur Verfügung.
Sie finden sie im Downloadbereich.

Wenn Ihnen meine kostenlos angebotenen Fotokurse und -übersichten gefallen und sogar weitergeholfen haben, freue ich mich über einen kleinen Eintrag in meinem Gästebuch von Ihnen.

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